Auf dem Ingolstädter Christkindlmarkt werden alte Bräuche gepflegt
Am Samstag wurden Barbarazweige an die Besucher des Christkindlmarktes verteilt.
Barbarazweige, früher auch oft als Barbarabäume bezeichnet, sind Zweige von Obstbäumen, die nach einem alten Brauch am 4. Dezember, dem Tag der heiligen Barbara (Barbaratag) geschnitten und in einer Vase in der Wohnung aufgestellt werden.
Je nach Gegend und Brauchtum werden Kirsch-, Apfel-, Birken-, Haselnuss-, Rosskastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweige verwendet. Sie sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Nach altem Volksglauben bringt das Aufblühen Glück im kommenden Jahr.
Am Sonntag spielten am Nachmittag die bekannten Haller Stadtpfeiffer, aus Hall in Tirol, auf dem Christkindlmarkt und im Anschluss besuchte die Krampusgruppe aus Unterschleißheim den Ingolstädter Christkindlmarkt. Ein absolutes Highlight an diesem Wochenende. Die mit Fellen und hölzernen Masken verkleideten Krampussen wirkten im ersten Moment furchterregend, waren aber eigentlich ganz brav und waren die Attraktion auf dem Christkindlmarkt. Mit ihren Ruten streiften Sie, wie es der alte Brach vorgibt, als Fruchtbarkeitsritual die Beine der Besucher um Glück und Kinderreichtum zu wünschen! Natürlich hatten die Krampusse auch den Hl. Nikolaus mitgebracht, der auf der Bühne zahlreiche Kinder empfangen und beschenkt hat.

Bilder vom Wochenende und auch vom Historischen Tag am Freitag finden Sie hier!

